Zum Inhalt springen.
Zur Navigation springen.

Petra Raditsch ist die neue Diözesanvorsitzende der Caritas-Konferenzen Rottenburg-Stuttgart

Stuttgart, 17.10.2015: Mit überwältigender Mehrheit wählten die Mitglieder der CKD Petra Raditsch aus Aichwald für die nächsten vier Jahre zur Diözesanvorsitzenden und Brigitte Neyer-Strohmaier aus Stuttgart zur stellvertretenden Diözesanvorsitzenden. Damit beginnt im Netzwerk von Ehrenamtlichen, die sich sozial-caritativ engagieren, eine neue Ära.

Nach 12 Jahren Amtszeit im Diözesanvorstand der CKD konnten Edith Scheffold aus Ulm, Diözesanvorsitzende, und Christine Grüll aus Königsbronn, stellvertretende Diözesanvorsitzende, laut Satzung des Diözesanverbandes der CKD nicht mehr kandidieren. In Anerkennung ihrer großen Leistungen für das Netzwerk von Ehrenamtlichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart dankte die CKD-Bundesgeschäftsführerin Margret Kulozik beiden für das gute Zusammenwirken zwischen Bundes- und Diözesanverband und die wechselseitige Inspiration bei der Entwicklung innovativer Ansätze. Lioba Stephan aus Baindt, Gertrud Eckert-Klittich aus Mühlacker, Edith Knapp aus Stuttgart und Gerhard Frech aus Weil im Schönbuch konnten sich ebenfalls nicht mehr für eine weitere Amtsperiode aufstellen lassen und wurden verabschiedet. Ursula Baier aus Heilbronn und Elena Welsch aus Reutlingen kandidierten erneut und wurden wieder gewählt. Außerdem wählten die Mitglieder Marianne Rudhard aus Ulm, Rosemarie Wurst, Katholische Krankenhaushilfe am Marienhospital in Stuttgart, und Andrea Bott aus Leutenbach in den Vorstand. Kraft ihres Amtes sind Pfarrer Oliver Merkelbach, Diözesancaritasdirektor, und Judith Gaab, die vom Bischof beauftragte Geistliche Begleiterin, stimmberechtigte Mitglieder des Diözesanvorstands der CKD.

In ihrer Vorstellung betonte Petra Raditsch: „Ehrenamt war und ist ein ganz wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft, ohne Ehrenamtliche würde viel Wertigkeit für den Menschen verloren gehen. Auf Grund der Veränderung, dass heute doch sehr viele Frauen neben Familie auch im Beruf tätig sind, wird es immer schwieriger Leute zu bekommen, die ein Ehrenamt bzw. die Organisation oder Leitung einer ehrenamtlichen Gruppe übernehmen wollen. Aber diese Ehrenamtlichen werden gebraucht und deshalb kandidiere ich für den CKD Vorstand!“

Alle neu gewählten Mitglieder des Diözesanvorstands wollen sich den Herausforderungen in unserer Gesellschaft stellen. Vorrangig sind dabei neben den neuen Aufgaben in der Flüchtlingshilfe die Auswirkungen des demografischen Wandels im Blick, insbesondere die Vereinsamung alter Menschen.
Als Netzwerk von Ehrenamtlichen vertreten die Caritas-Konferenzen außerdem die Interessen sozial-caritativ Engagierter in Kirche und Gesellschaft. Die vorrangige Handlungsebene dieser Ehrenamtlichen ist die Kirchengemeinde oder Seelsorgeeinheit. Darüber hinaus gibt es CKD-Gruppen in Trägerschaft von Krankenhäusern, die Katholische Krankenhaushilfe, und von Altenhilfeeinrichtungen, die Katholische Altenhilfe.

Caritas-Konferenzen stärken ihr Profil als Netzwerk

Umfangreiche Satzungsänderungen bei den Caritas-Konferenzen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Auf dem Weg in die Zukunft waren umfangreiche Satzungsänderungen bei den Caritas-Konferenzen erforderlich.
Zukünftig gibt es bei den Caritas-Konferenzen nur noch Gruppenmitgliedschaften. Diese Gruppen Ehrenamtlicher sind in der Regel entweder in Trägerschaft einer Kirchengemeinde oder einer anderen gemeinnützigen selbständigen Körperschaft. Der Diözesanverband unterstützt neue Initiativen Ehrenamtlicher bei der Klärung ihrer Trägerschaft und trägt damit zur Absicherung ihrer Rahmenbedingungen bei (Versicherungsschutz, Auslagenersatz). Persönliche Mitgliedschaften sind in der neuen Satzung nicht mehr verankert. Damit schärfen die Caritas-Konferenzen ihr Profil als Netzwerk. Die Caritas-Konferenzen fördern den Zusammenschluss Ehrenamtlicher, damit diese sich nicht als Einzelkämpfer, sondern als Mitglied einer starken solidarischen Gemeinschaft den Notlagen und Krisensituationen von Menschen zuwenden.

Der Rat der CKD erhält die Funktion eines Aufsichtsgremiums, d. h. die Mitglieder des Rates werden zukünftig von den Vertretern/-innen der Delegiertenversammlung (bisher Mitgliederversammlung) gewählt. Der Vorstand ist nur noch beratend, ohne Stimmrecht, im Rat vertreten ebenso wie ein Vertreter der Hauptabteilung Caritas (HA VI).
Die Zusammenkünfte von Ehrenamtlichen auf der Dekanatsebene, die Runden Tische der CKD, erhalten eine transparente Struktur als Austauschforum und Entscheidungsgremium des Verbandes.

Die Anzahl der zu wählenden Diözesanvorstände wurde auf bis zu acht festgelegt und damit flexibilisiert. Neu ist auch, dass aufgrund der Regelungen zur kirchlichen Aufsichtspflicht zukünftig alle gewählten ehrenamtlichen Diözesanvorstände vom Bischof beauftragt werden (bisher nur die Diözesanvorsitzende).

Die Geschäftsführerin der CKD Rottenburg-Stuttgart, Sigrid Schorn, dankte der Hauptabteilung Caritas (HA VI) und der Hauptabteilung Gesellschaften und Stiftungen/Wirtschaftsrecht (HA XVI) im Bischöflichen Ordinariat sowie dem Diözesancaritasverband für die Beratungen im Prozess der Satzungsänderungen.

Der Aufbruch Abrahams als Ermutigung für die CKD

Erster Gottesdienst der neuen Geistlichen Begleitung der CKD und des Diözesancaritasdirektors für den Diözesanverband der Caritas-Konferenzen Rottenburg-Stuttgart in St. Eberhard, Stuttgart, am 17.10.2015

Nach dem Abschluss der Mitgliederversammlung der Caritas-Konferenzen Deutschlands Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart e. V. luden Diözesancaritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach und die Geistliche Begleiterin der CKD, Judith Gaab, zur Eucharistiefeier in die Konkathedrale St. Eberhard Stuttgart ein. Der feierliche Gottesdienst stand unter dem Motto „Aufbrechen“. Der Aufbruch Abrahams im hohen Alter von 75 Jahren mit dem Zuspruch und in der Begleitung Gottes spendete den CKD-Mitgliedern zugleich Ermutigung und Zuversicht: Auch in der nachberuflichen Phase können wir neue Ziele ansteuern und unbekannte Wege gehen. Der Segen Gottes ist mit uns. Mit diesem Zuspruch konnten die Mitglieder gestärkt ihren Weg zurück in die Kirchengemeinde oder in ihre soziale Einrichtung antreten.